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  • 04.10.18 Das Gehirn im Glas

    Leseprobe hier veröffentlicht!

  • 29.09.18: Mobile Version

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Nervosität sofort

bekämpfen

Es ist vollkommen egal, wie oft du es dir ausgemalt hast. Du saßt ruhig da, schließest deine Augen und visualisiertest dir die Zukunft detailgetreu. Dein Name wurde gerufen und du atmetest ein letztes Mal ganz tief ein. Dann bautest du dich auf und betratst die Bühne selbstbewusst. Am Anfang stottertest du noch ein wenig, aber nach und nach gewöhntest du dich an das Gefühl von tausenden Zuschauern angestarrt zu werden. Du versuchtest direkten Blickkontakt zu meiden und alles lief gut ab.

 

Und dann ist es endlich so weit - nach endlosen, schlaflosen Nächten stehst du nun tatsächlich auf der Bühne und dein Herz pocht viel zu heftig, als dass du jetzt sprechen könntest. Du spürst, wie sich deine Muskeln ganz automatisch verkrampfen und du schrumpfst. Ein Kloß sitzt in deinem Hals, der dich nicht nur sprachlos, sondern auch atemlos macht. Atmen nicht vergessen! Du atmest hysterisch ein und aus, weil du weißt, dass du atmen musst. Du weißt auch, dass du jetzt langsam anfangen solltest zu sprechen, denn die Menge wartet darauf. Es wird langsam peinlich, also worauf wartest du? Du siehst in die Menge und hast Angst vor den Blicken. Doch welche Blicke? Das Licht ist auf dich gerichtet, sodass du niemanden erkennen kannst. Es scheint so, als wäre der Saal leer und du versuchst dich auf diesen Gedanken zu konzentrieren. Doch es klappt nicht. Du hörst Husten und Gemurmel. Obwohl dein Herz immer noch am Rasen ist, willst du etwas sagen. Du klingst sehr nervös. Die ersten Worte stammelst du nur so leise vor dich her. Unprofessionell! Aber das ist jetzt egal. Du bist nervös und das ist jetzt das einzige Problem. Du versuchst die Nervosität auszublenden und konzentrierst dich darauf, dich an deinen Text zu erinnern. Es geht nicht. Blackout - alles vergessen! Zum Glück hast du einen Zettel. Oh Gott, wie unprofessionell! Du stotterst nur so Laute wie "Ähm", "Also" und "Ähh". Irgendwann hast du den Dreh raus und der Text fließt aus dir heraus. Auch wenn du jetzt ein gutes Gefühl hast, die Menge wird sich nur an den Anfang erinnern.

Wenn du mit diesem Text mitfühlen konntest, in einer ähnlichen Situation warst oder gerade jetzt, in diesem Moment, einen Anfall von Nervosität hast, dann befolge diese 8 Schritte, um dich sofort wieder zu beruhigen.

Schritt 1: Atme tief ein

Warum werden wir nervös? Ein uralter Flucht-Kampf-Mechanismus wird aktiviert, wenn wir Nervosität verspüren. Die erhöhte Atmung und Herzfrequenz sind leistungsfördernd...physiologisch. Der Verstand hat dann nämlich nicht mehr die Oberhand - sondern die Fäuste oder die Beine. Nun ist der Flucht-Kampf-Mechanismus, während einer kulturellen Veranstaltung oder im Rahmen einer Präsentation, eher ungeeignet. Wie steuert man dem entgegen? Durch das gezielte Kontrollieren seiner Atmung. Atme also ganz tief ein und aus, um die erhöhte Herz-Atmung-Aktivität zu kompensieren. So kann dein Verstand zumindest noch mitreden.

 

Schritt 2: Erkenne und akzeptiere deine Nervosität

Wenn du Nervosität frühzeitig als solche erkennst, ist die Chance höher, dass du eine Verstärkung dieser Emotion vermeiden kannst. Richtig, Nervosität ist nämlich auch nichts anderes, als eine simple Emotion, die sehr leicht überspielt werden kann. Aber dazu musst du dir erst einmal darüber im Klarem sein, dass Nervosität normal ist. Jeder verspürt sie. Toleriere es, dass du diese Emotion fühlst, statt versuchen sie zu ignorieren.

 

Schritt 3: Erinnere dich daran, dass dein Gehirn mit dir trickst

Dein Gehirn ist in der Lage, dich Dinge glauben zu lassen, die so nicht der Realität entsprechen. Es kann dich sogar in die Irre führen, wenn es um Herzinfarkte geht. Menschen glauben, sie hätten ein Herzinfarkt, obwohl sie eigentlich "nur" eine Panikattacke haben. Durch das Erinnern an die Tatsache, dass das Gehirn uns einen Streich spielt, beruhigen wir uns viel schneller. Letztendlich ist Nervosität auch nur Trickserei des Gehirns, um uns zu schützen. Deaktiviere diesen Mechanismus, in dem du dir einfach nur klar machst, dass die Nervosität nicht von dir direkt stammt, sondern bloß ein Trick ist, um dich glauben zu lassen, du seist in Gefahr.

 

Schritt 4: Hinterfrage deine aktuellen Gedanken

Die Gedanken, die einem herumschwirren, wenn man nervös ist, sind meist unrealistisch und unsinnig. Durch Hinterfragen dieser Gedanken, kann dein Verstand wieder das konstruktive Denken übernehmen - und nicht deine Ängste und Sorgen. Stelle dir dabei folgende Fragen:

  • Sind meine Sorgen realistisch?
  • Können meine Gedanken überhaupt wahr werden?
  • Wenn das Schlimmste passiert, was wäre so schlimm daran?
  • Könnte ich damit umgehen?
  • Was würde ich tun?
  • Wenn etwas Schlechtes passiert, welche Auswirkung hätte es auf mich?
  • Stimmt das, oder scheint alles nur so?
  • Was könnte ich tun, um mich vorzubereiten - egal was kommt?

 

Schritt 5: Ruhe durch Visualisierung

Der Mensch ist in der Lage emotionale Anker zu setzen, wenn er etwas visualisiert. Wenn man öfter das gleiche Bild visualisiert und es mit der gewünschten Gefühlslage (hier: Ruhe) verankert, kann er jederzeit diese Abkürzung benutzen. Stelle dir ein ruhiges und entspanntes Szenario vor und übe es ein, den Anker zu setzen und ihn zu festigen. Unser Gehirn arbeitet besonders gut mit Emotionen und Bildern. Kombiniere beides und profitiere davon.

 

Wenn du mehr über die emotionale Verankerung lernen willst, kann ich dir das "Praxisbuch NLP" empfehlen. Dort lernst du dein Gehirn auf Erfolg zu programmieren und dich selbst zu kontrollieren.

 

Schritt 6: Sei ein neutraler Beobachter

Wenn du dich selbst von Außen betrachtest, ohne die Situation oder dich selbst zu beurteilen, wirst du sofort spüren, wie harmlos die Situation tatsächlich ist. Achtsamkeit ist hier das Stichwort. Mit einer empirischen, nicht-wertenden Haltung erlangst du sofort die volle Übersicht von der Situation. Dadurch verringert sich auch deine Nervosität, die durch emotionale Beurteilung entsteht. Schalte das Beurteilen ab, sei achtsam und registriere das Hier und Jetzt. Lenke deine Aufmerksamkeit nach Außen, weg von Innen.

 

Schritt 7: Rede mit dir selbst

Das tust du normalerweise sowieso schon, in dem du denkst, dass du es nicht schaffst. Aber drehe den Spieß um und widerspreche deinen Gefühlen, in dem du stattdessen sagst: "Ich kann das". Bediene dich der pro-aktiven Sprache. Mehr zu diesem Punkt findest du hier:

 

 

 

Schritt 8: Handle normal, statt dir den Kopf zu zerbrechen

Menschen neigen bei Nervosität dazu, besessen von dem angst-einflößenden Gedanken, nur da zu sitzen und nicht seinen normalen Tätigkeiten nachzugehen. Das kann das Gefühl jedoch verschlimmern und die Zeit fliegt davon. Stattdessen solltest du dich Ablenken oder dich auf die nervös-machende Situation vorbereiten. Du bist nicht eingeschränkt in deinen Handlungen, nur weil dein Gehirn dir Unsicherheit suggeriert. Tue etwas dagegen und beweise dich selbst, in dem du dein Leben normal weiter lebst.

Richtig sprechen

Weiterführende Literatur (Quellen):

1. Tartakovsky, M. (2018). 9 Ways to Reduce Anxiety Right Here, Right Now. Psych Central. Retrieved on August 7, 2018, from https://psychcentral.com/lib/9-ways-to-reduce-anxiety-right-here-right-now/

2. Schweppe, Ronald; Long, Aljoscha (2014). Praxisbuch NLP: Die eigenen Kräfte aktivieren und sich auf Erfolg programmieren